Worum es geht

Suchtberatung und Suchtprävention auf Augenhöhe

Sucht ist kein Schicksal. Und keine persönliche Schwäche. Machst Du Dir Sorgen, suchtgefährdet oder suchtkrank zu sein? Dann kann ich Dich als Ansprechpartnerin oder Wegbegleiterin unterstützen – diskret, persönlich und auf Augenhöhe.

Es gibt viele Wege in die Sucht. Beruflicher Druck. Ständiger Stress. Private Sorgen. Probleme, die ausweglos scheinen. Gefühle, die uns überfordern. Oder der Wunsch, endlich einmal abzuschalten. Ich weiß, wovon ich rede.

Sucht ist ein Problem, das sich als Lösung tarnt. Nichts geht schneller als der Griff zur Substanz Deiner Wahl. Manche wählen Alkohol. Andere Cannabis oder andere Drogen.

Substanzabhängiger Kontrollverlust ist weit verbreitet. Allein 1,8 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig. Doch auch Essen, Spielen, Shopping können zur Sucht werden. Was allen Süchten gemein ist: Sie helfen uns nicht. Sondern machen das, was uns zu schaffen macht, schlimmer.

  • Gesundheitliche Einschränkungen bis hin zu massiven Beeinträchtigungen (z.B. Herzrasen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck)
  • Persönlichkeitsveränderung
  • Schlafstörungen und Leistungseinbrüche im Beruf
  • Depressive Verstimmung bis hin zur Depression
  • Vermindertes Schmerzempfinden
  • Vermindertes oder verstärktes Angstgefühl und innere Unruhe
  • Realitätsverlust: verminderte bis eingeschränkte Wahrnehmung der eigenen Umgebung sowie der eigenen Person
  • Sozialer Rückzug bis zum völligen Ausschluss von Familien und Freunden, Verlust wichtiger Bindungen und sozialer Beziehungen
  • Finanzielle Schwierigkeiten und Jobverlust

Der Weg aus der Sucht scheint oft weit. Und die Hürde, sich jemandem anzuvertrauen oder professionelle Hilfe zu suchen, kann unüberwindbar scheinen. Vielleicht bist Du Führungskraft, bringst Tag für Tag Hochleistung und machst Dir Sorgen, das Gesicht und Deinen Status zu verlieren? Vielleicht steht die Scham im Weg oder die Angst, von Freunden, Familie, Kunden, Kollegen verurteilt zu werden? „Das kann nicht sein, das bin nicht ich – ich habe doch immer alles geschafft …?“

Hilfe ist näher, als Du denkst! Als Betroffene kann ich gut nachvollziehen, wie Du Dich fühlst. Und wenn Du möchtest, kann ich Dich auf dem Weg zu dieser Hilfe unterstützen.

Meine Unterstützung ist nicht kostenlos. Ich kann meine Leistungen auch nicht über die Krankenkassen abrechnen. Aber gerade, wenn Du noch Deinen Weg suchst – und vielleicht noch nicht sicher bist, ob oder welche Hilfe Du brauchst! – kann eine professionelle Außenperspektive mit der Innensicht einer Betroffenen wertvolle Orientierung geben.

Meine Suchterfahrung

NDR-Doku: Mein Weg in die Sucht

Sucht und Entzug, Rückfall und Neubeginn: Ich kenne diesen Weg, denn ich habe ihn selbst beschritten. Heute sehe ich meine persönlichen Erfahrungen und Lebensgeschichte als Chance, auf Augenhöhe mit Betroffenen sprechen zu können.

Ein Team des NDR hat meine Erfahrungen 2022 zusammen mit denen anderer Frauen in einer Fernsehdokumentation aufbereitet: „Erfolgreiche Frauen und die Sucht“. Allein auf YouTube wurde sie rund 1,5 Millionen Mal angesehen. Das unterstreicht, wie viele Menschen dieses Thema direkt oder über Angehörige und Freunde betrifft.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Mein beruflicher Weg begann im Betrieb meiner Eltern. Nach dessen kontrollierter Aufgabe machte ich mich als Unternehmensberaterin selbständig.

Ich hatte Erfolg, war viel unterwegs. Schon früher hatte ich ab und zu „ein Gläschen zu viel“ getrunken, ob mit Freunden, auf Veranstaltungen oder später auch allein. Nun startete ich heimlich, still und leise eine Suchtkarriere. Mein „Medikament“: Alkohol. Ein allgegenwärtiger Begleiter auf Empfängen und Geschäftsreisen, leicht verfügbar und trügerisch zuverlässig in seiner Wirkung. Allein im Hotelzimmer. In Feierlaune mit Kollegen. Inzwischen mit Kontrollverlust.

2010 kam der bewusste Bruch. Ich entschied, dass mein Leben so nicht so weitergehen sollte. Entgiftung in Abstimmung mit dem Hausarzt. Später Therapie im Hamburger Fachkrankenhaus Hansenbarg. Auf eigenen Wunsch, doch mit großen Ängsten. Rückblickend ein großes Geschenk.

2014 entschied ich mich für einen beruflichen Neuanfang – bei einer Firma, deren Produkte ich schon immer geliebt habe. Ich entwickelte Trainingsprogramme, leitete Schulungen, hielt Vorträge und unterstützte Vertriebspartner und Mitarbeiter beim erfolgreichen Verkauf unserer Produkte.

Es lief gut. Ich blieb nüchtern. Ich fühlte mich sicher. So sicher, dass ich meine Alkoholkrankheit aus dem Auge verlor. Privat forderte die Demenzerkrankung meiner Mutter mich immer stärker. Dann kam die Corona-Krise. Die Home-Office-Zeit. Und parallel dazu gleich drei Todesfälle im engsten Freundes- und Familienkreis.

Für mich war es der Weg in den Rückfall. Mein Alkoholkonsum stieg. Meine Lebenssituation spitzte sich zu.

Doch dieser Weg war nicht das Ende. Ich meldete mich selbst zur qualifizierten Entgiftung an. Diese Entscheidung, der Aufenthalt in einer Tagesklinik, meine regelmäßige Yogapraxis und gute Freunde halfen mir zurück – und brachten mich weiter. Denn viele Themen, mit denen ich mich beschäftigen musste, führten mich näher zu mir.

So entstand der Wunsch, mein Wissen und meine Erfahrungen weiterzugeben. Ich beschloss, mich selbständig zu machen. Als Coach, Schlafberaterin und Yogalehrerin. Und als Ansprechpartnerin für Menschen, denen es geht oder ging wie mir selbst.

Was ich für Dich tun kann

Wege aus der Sucht

Ich bin keine Suchttherapeutin oder ausgebildete Suchtberaterin. Ich kenne meine Grenzen: Ich kann Klienten nur präventiv bzw. bis zu einem gewissen Punkt begleiten – und auch nur, wenn sie es wollen. Dafür habe ich die Chance, Betroffenen auf Augenhöhe und mit einem ganz persönlichen Zugang zu begegnen.

Analyse: Wie geht es Dir und was könnte helfen?

Ich habe selbst Suchterfahrung. Darum weiß ich, dass die Gefahr nie vorbei ist. Mir ist bewusst, dass die Sucht oft genau dann zuschlägt, wenn wir uns besonders sicher fühlen – oder auch besonders unsicher und schutzlos. Und ich weiß, dass Suchterkrankungen nichts mit persönlicher Schwäche zu tun haben.

Fragst Du Dich, ob Du suchtgefährdet oder -erkrankt bist? Dann kann ich Dich möglicherweise unterstützen und auf Deinem Weg begleiten – unbürokratisch und diskret.

Eine gemeinsame Bestandsaufnahme ist ein guter Anfang: Was ist Sucht? Gibt es Substanzen oder Verhaltensweisen, die mein Leben stärker bestimmen, als mir lieb ist? Welche Beeinträchtigungen sehe ich, welche Sorgen gehen mir durch den Kopf – und welche positiven Veränderungen wünsche ich mir?

Maßnahmen: Was Du unternehmen kannst

Wenn ich Dich, Deine Situation, Deinen Druck und Deine Sorgen kennengelernt habe, können wir gemeinsam überlegen, welche Schritte weiterhelfen können:

Wege aus der Sucht: Wie kann Hilfe/Unterstützung bei mir aussehen? Welche Optionen habe ich, um vom Alkohol oder anderen Substanzen loszukommen? Wie kann ich es schaffen, abstinent zu leben?

Hilfe bei der Suche nach der richtigen Ansprache von Familie/Freunden, Hausarzt etc.

Kontaktvermittlung zu Therapien und weiteren Hilfen: Wo erfahre ich welche Unterstützung?

Wie wir ins Gespräch kommen

Mach den ersten Schritt!

Der erste Schritt aus der Sucht ist oft die Kontaktaufnahme zur richtigen Person. Melde Dich einfach! Ich werde nicht urteilen und weiß aus eigener Erfahrung, dass es jede und jeden „erwischen“ kann. Gern mache ich meine Erfahrungen auch als Vortrag oder Workshop für Unternehmen und andere Organisationen zugänglich.

Gemeinsam finden wir heraus, ob eine erste Stunde Coaching/Begleitung weiterhelfen könnte. Daraus können wir das weitere Vorgehen entwickeln. Ich sehe mich als Ansprechpartnerin für:

  • Suchtbetroffene oder Suchtgefährdete, die auf Augenhöhe mit einer Betroffenen herausfinden wollen, wie es wirklich um sie steht und was sie tun können und wollen
  • Unternehmen und andere Organisationen, die ihre Mitarbeiterinnen über Suchtprobleme und -gefahren und im Sinne der Suchtprävention informieren möchten
  • Angehörige oder Freunde von Süchtigen oder Suchtgefährdeten, die nach Auswegen aus der aktuellen Situation suchen.

Verabredung

Ein Gespräch kann nur zustande kommen, wenn Du „nüchtern“ – ohne konsumiert zu haben – erscheinst.
Andernfalls beende ich das Gespräch und der komplette Stundensatz wird in Rechnung gestellt.

Achtung: eine Suchttherapie biete ich nicht an!

Doch qualifizierte Hilfe bieten auch meine Netzwerkpartner:

FAQ

Suchtprobleme und Suchtprävention: Fragen und Antworten

Suchst Du eine Ansprechpartnerin zu einer möglichen Suchtthematik? Bist Du Dir unsicher, was Du unternehmen sollst? Möchtest Du wissen, was ich für Dich tun kann – und was nicht? Dann findest Du hier die Antworten zu häufigen Fragen. Wenn Du mehr wissen möchtest, freue ich mich über Deine Kontaktaufnahme!

FAQ Sucht

  • Ich habe ein Suchtproblem. Muss ich mich outen, um etwas dagegen tun zu können?

    Eine Pflicht zum Outen gibt es nicht. Es kann hilfreich sein – zum Beispiel, wenn es der Aufklärung oder dem Verständnis dient. Aber alles ist ein Prozess. Du allein entscheidest für Dich und über Deine Zukunft.

  • Würdest Du mich zwingen, in eine Therapie zu gehen?

    Nein. Das könnte ich auch gar nicht! Mir persönlich haben qualifizierte Entgiftung, stationäre Langzeit-Therapie und Tagesklinik gutgetan, besonders für meine weitere Entwicklung. Ich erinnere mich aber lebhaft, wie schwer mir der Gedanke daran anfangs gefallen ist. Jede Lebenssituation ist anders.

  • Erfahren es Dritte, wenn ich mich bei Dir über das Thema Sucht informiere?

    Wie sollten Sie? Zum einen ist Verschwiegenheit mein oberstes Credo, meine Maxime und ein Herzstück meiner Tätigkeit. Und zum anderen könntest Du ja auch in puncto Stressbewältigung bei mir sein, zur Schlafberatung oder für ein Yoga-Training. Wenn Du nicht selbst davon erzählst, kann es niemand wissen.

  • Ich habe Angst, alkoholkrank zu sein. Wie kann ich wissen, woran ich bin?

    Ich kann Deine Sorge gut nachvollziehen. Dass Du Dir diese Frage stellst, ist bereits ein wichtiger Schritt. In Fachkreisen heißt es: „Wenn Du Dich fragst, ob Du ein Alkoholproblem hast, dann hast Du es bereits.“

  • Merkt mein Umfeld, dass ich zu viel trinke?

    Zu 95 Prozent: ja.

  • Woran merke ich, dass ich ein Suchtproblem habe?

    Anzeichen gibt es viele – zum Beispiel: Wenn Du regelmäßig konsumierst (egal wie viel). Wenn Du Dich fragst, wann Du wieder etwas trinken kannst. Wenn Du Dir eine Einkaufs-Strategie aufgebaut hast, die berücksichtigt, wann Du wo das letzte Mal Dein Suchtmittel gekauft hast. Wenn Du im Dunkeln zum Altglascontainer fährst. Und, und, und …

  • Ich bin Angehörige(r) eines Menschen mit Suchtproblemen. Was kann ich tun?

    Deine Situation verstehe ich gut: Zuzuschauen und sich ohnmächtig zu fühlen. Weil Du nicht weißt, was Du tun sollst – bei einem Menschen, der Dir am Herzen liegt. Gern können wir in einem Gespräch überlegen, ob ich Dich unterstützen kann oder ob es sinnvoller ist, eine Beratungsstelle und/oder Selbsthilfegruppe für Angehörige aufzusuchen.

  • Was kannst Du besser als andere?

    Nichts. Ich habe meine persönlichen Erfahrungen gesammelt und mich weitergebildet – manchmal auch abseits des „Mainstream“. Ich stehe im Austausch und erfahre Unterstützung von der Sucht-/Therapiehilfe Rotenburg e.V. und als zertifizierte Partnerin von „Alkohol adé“. Manchmal scheint der Weg zum Hausarzt oder in eine Beratungsstelle so weit, dass ein Kontakt zu mir eine Alternative sein kann – für ein erstes Abklopfen des Ist-Zustands im geschützten Rahmen, ohne eine offizielle Tätigkeit, auf Augenhöhe, mit ähnlichen Erlebnissen. Alles weitere entscheidet sich danach.

  • Mir geht es gesundheitlich nicht gut. Was soll ich tun?

    Bitte gehe zu Deinem Hausarzt bzw. Deiner Hausärztin. Vertraue Dich ihr/ihm an und schildere Deine Situation. Von diesem Moment an bist Du gesundheitlich besser abgesichert. Allerdings kann auch Dein Hausarzt Dir nur Möglichkeiten aufzeigen. Die Entscheidungen musst Du selbst treffen.

  • Ich kann mir nicht vorstellen, nie wieder zu trinken ...

    Das kann ich verstehen, denn das ist gefühlt ein großer Schritt. Oft lässt er den Wunsch, keinen Alkohol mehr zu trinken, unerreichbar scheinen. Darum: Setz Dich nicht zu sehr unter Druck! Fange erst einmal mit „heute nicht“ an. Sage es Dir dann jeden Tag wieder und lasse dieses eine Glas stehen. Mit der Zeit wird es leichter.

  • Ich habe niemanden, mit dem ich über meine Probleme reden kann. Kann ich es auch allein schaffen?

    Ja, das kannst Du. Allein ist es allerdings sehr schwer. Wenn Du nicht zu Selbsthilfegruppen gehen möchtest oder Dich nicht in eine Beratungsstelle traust, könnte eine Unterstützung durch mich, anonym und diskret, eine Option sein – im Rahmen meiner Möglichkeiten.

  • Lehnst Du manchmal auch Beratungen oder Coachings ab?

    Ja, denn ich bin weder Psychiater noch Arzt und auch keine Heilpraktikerin. Ich darf keine Diagnosen stellen und keine Krankheitsbilder behandeln. Ich darf allerdings präventiv tätig sein und Dich in Anlehnung an verhaltenstherapeutische Ansätze unterstützen.

  • Kann ich Deine Leistungen über meine Krankenkasse abrechnen?

    Das ist leider nicht möglich. Ich arbeite ausschließlich auf Rechnung und rechne direkt mit meinen Klienten bzw. Kunden ab.